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Ein Tag im Berliner Büro
Damit Sie sich eine Vorstellung davon machen können, wie der Tag einer Bundestagsabgeordneten während einer Sitzungswoche in Berlin aussieht, möchte ich Ihnen auf dieser Seite einen "typischen" Donnerstag exemplarisch vorstellen. Generell gilt: Die Tage beginnen meistens sehr früh, enden spät und sind durch zahlreiche und vielfältige Termine und Aktivitäten geprägt.
7.00 Uhr
Der Tag beginnt im Büro. Die Vorbereitung der Termine des Tages und das
Aufarbeiten von Unterlagen stehen an. Das umfasst das Lesen von Fachtexten, das
Schreiben von Anfragen sowie das Formulieren von Antwortbriefen und
Pressemitteilungen. Die Erledigung dieser Aufgaben wird auch im Laufe des
Tages, zwischen den zahlreichen Terminen, fortgesetzt. Nicht zu vergessen: ein
erster Blick auf die Tageszeitungen. Wie lauten die Schlagzeilen heute?
8.00 Uhr
Frühstück mit den Frauen der FDP-Bundestagsfraktion. Dabei handelt es sich um
einen Gedankenaustausch in lockerer Runde, der in unregelmäßigen Abständen
stattfindet.
9.00 Uhr
Plenum. Dort beginnt donnerstags um 9.00 Uhr die sogenannte Kernzeit mit einer
Debatte zu einem wichtigen Thema. Während das Plenum den ganzen Tag über, ohne
Pause und oft bis spät nachts weiterläuft, müssen die Abgeordneten parallel
eine Vielzahl von weiteren Aufgaben erledigen und Termine wahrnehmen. Das ist
der Grund, warum das Plenum nicht immer voll besetzt ist.
13.00 Uhr
Gespräch mit einer Journalistin
14.00 Uhr
Plenum. Eine namentliche Abstimmung steht an. Namentliche Abstimmungen finden
statt, wenn sie von einer Fraktion oder von mindestens fünf Prozent der
Mitglieder des Bundestages verlangt werden. Die Abgeordneten stimmen mit
Namenskarten ab. Das Abstimmungsverhalten jedes Einzelnen wird im Protokoll
festgehalten.
15.00 Uhr
Ich treffe mich mit einer Besuchergruppe von Schülern aus meinem Wahlkreis.
Nach dem gemeinsamen Fototermin auf der Dachterrasse des Reichstages folgt eine
lebhafte Diskussion zu den aktuellen politischen Themen.
16.30 Uhr
Zurück ins Büro. Ich halte Rücksprache mit meinen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, denn während meiner Abwesenheit ist ein großer Stapel an Post
eingegangen und zahlreiche Anrufe wollen beantwortet werden.
18.00 Uhr
Es wird hektisch. Die Rede zur Debatte über die Verlängerung des
Bundeswehreinsatzes im Libanon im Rahmen der UNIFIL-Mission muss noch fertig
gestellt werden.
18.30 Uhr
Ab ins Plenum. Mein Tagesordnungspunkt ist dran.
20.15 Uhr
Kleiner Imbiss. Dann geht es noch einmal zurück ins Büro! Die Vorbereitung des
nächsten Tages steht an. Weitere Unterlagen sind durchzuarbeiten, Texte und
Briefe zu lesen, Telefonate zu führen und anderes mehr! Oft läuft zu dieser
Zeit immer noch das Plenum, das ich über das Parlamentsfernsehen vom
Schreibtisch aus mitverfolge.
23.00 Uhr? 0.00 Uhr? 0.30 Uhr?
Büro abschließen, in die Wohnung gehen und ein paar Stunden schlafen; denn der
nächste Tag beginnt auch nicht später.




